Konrad von Megenberg
1309 - 1374
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Buch der Natur
III. HIR HEBT AN DAZ DRITTSTÜCK DES PUOCHSVON DEN TIERNIN AINER GEMAIN
D. VON DEN VISCHEN.
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14.Von dem hausen.
Esox haizt ain haus. der visch gêt in der Tuonaw, zuo dem gesellt sich der stür gar gern, daz er mit im scherz. und sô sein der haus innen wirt, sô fleuht er zehant und der stür volgt im nâch, wan si sint paid grôz, dar umb mügent si sich niht verpergen in den grôzen wazzern. wenn si alsô jagent und daz wazzer vor in treibent, sô væht man si dick paid mit enander. wenn der haus gevangen ist, der in denn trenkt mit gar starkem wein oder mit milch, unz daz er trunken wirt, sô lebt er vil tag. er trinkt aber wol vier sehstail weins, ê daz er trunken werd, daz sint vier gar grôz angstær. er hât neur ainen darm und hât klaineu pain in dem leib und hât der wênig und diu pain sint waich als die kruspeln aber in dem haupt hât er vil pain und diu selben sint hert. Pei den hausen verstên ich die läut, die mit des herzen gir grôz sint und an irm fürsatz der tugent, aber si sint waich an den werken.
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